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Der Mann aus der Vergangenheit

Der Mann aus der Vergangenheit 

Wer sich heute mit der Männlichkeit befasst, wird vermehrt einen weichen, empfindsamen Typus vorfinden. Dieser ist aber keine Schöpfung der Gegenwart, sondern so alt wie der philosophische und literarische Diskurs über den Mann.

Von Patrick Peters

Die Autorin Nina Pauer hat sich Anfang des Jahres in der Wochenzeitung Die Zeit empört. Pauer, bisher nicht in der Geschlechterforschung in Erscheinung getreten, beklagt in ihrem Artikel, der Antworten in renommierten Blättern wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nach sich zog, den Verlust von Männlichkeit in der Gegenwart.

„Der junge Mann von heute feiert nicht trunken vor Glück mit seiner neuen Liebsten – er steht abseits und fröstelt. Verkopft, gehemmt, unsicher, nervös und ängstlich ist er, melancholisch und ratlos. Er hat seine Rolle verloren“ – das ist der Kern von Pauers Artikel. Sie präsentiert einen Männertypus, der sich durch eine umfassende, charakterliche wie körperliche Weichheit auszeichnet: „Einfühlsam, reflektiert, rücksichtsvoll und bedacht, gerne auch einmal: schwach sollte er sein“, dies sei ihm durch die Anforderungen der modernen Gesellschaft eingegeben.

Für Nina Pauer sind die Merkmale aber gerade nicht die, die den Mann eigentlich konstituieren sollten. Das lässt folgende Deduktion zu: Pauer erwartet von einem Mann das Gegenteil! Er soll nicht weich sein, sondern zwingend andere Merkmale explizieren. Doch welche Merkmale sind das oder könnten das sein? Und woher kommt der Widerspruch innerhalb der Männlichkeit, den Pauer durch ihre Kritik an diesem Typus impliziert?

Um diese Fragen zu beantworten, sollten Sie hier weiterlesen:

http://www.kunstundkultur.org/art-culture/kleines-feuilleton/der-mann-aus-der-vergangenheit.html

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